Ministerin Neubaur zu Gast: Eichamt Köln demonstriert Eichung an Ladestation
Der Landesbetrieb Mess- und Eichwesen Nordrhein-Westfalen (LBME NRW) hat Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in NRW (MWIKE NRW), in der vergangenen Woche zu einem Praxistermin an eine öffentliche Schnellladestation eingeladen, welche von TankE für die Stadtwerke Köln GmbH betrieben wird. Vor Ort demonstrierte das Eichamt, wie die Eichung von Ladestationen in der Praxis abläuft – und warum sie unverzichtbar ist.
Warum Eichkonformität beim Laden so wichtig ist
DDas Eichrecht folgt einem einfachen Grundsatz: Überall, wo ein Messwert in Geld getauscht wird, muss geeicht werden. Wer an einer öffentlichen Ladestation lädt und nach Kilowattstunden bezahlt, muss sich darauf verlassen können, dass die abgerechnete Energiemenge korrekt gemessen wurde. Ladestationen unterliegen daher den Vorgaben des Mess- und Eichgesetzes. Dabei wird nicht nur der verbaute Zähler geprüft, sondern die Ladestation als Ganzes – inklusive aller Komponenten.
Was bei einer Eichung passiert
Bei einem Eichtermin in Folge von Reparaturen – wie beispielsweise dem Tausch von Ladekabeln – prüft das Eichamt zunächst, was der Instandsetzer bei der Reparatur gemacht hat. Zudem wird kontrolliert, ob alle Komponenten der Ladestation der Herstellerbeschreibung entsprechen. Anschließend folgt eine messtechnische Prüfung: Mit einem theoretischen Verbraucher (spezielles Prüfmittel) wird geprüft, ob die Station die entnommene Energie korrekt misst und ausweist. Beim heutigen Termin konnte dies auch zusätzlich mit dem E-Auto von Frau Ministerin Neubaur simuliert werden.
Eine Eichung ist grundsätzlich alle 8 Jahre erforderlich. Doch auch außerplanmäßige Eingriffe können sie auslösen: So ist etwa nach einem Kabelaustausch – zum Beispiel in Folge von Vandalismus – eine erneute Eichung der gesamten Station zwingend notwendig. Das ist in der Praxis relevanter als es klingt, denn Kabeldiebstahl an öffentlichen Ladestationen hat in den vergangenen Monaten spürbar zugenommen.
Für Betreiber wie TankE bedeutet das regelmäßigen Aufwand – aber auch eine klare Verpflichtung gegenüber Kundinnen und Kunden: Jede abgerechnete Kilowattstunde muss stimmen.
Ladeinfrastruktur in NRW
NRW zählt rund 40.000 öffentliche Ladepunkte, davon etwa 26 % Schnellladepunkte. TankE betreibt in NRW rund 1.600 dieser öffentlichen Ladepunkte und ist damit der zweitgrößte Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in NRW.
Der heutige Besuch von Ministerin Neubaur unterstreicht, welchen Stellenwert eine verlässliche und faire Ladeinfrastruktur für die Energiewende in unserem Land hat.
Eichrecht sorgt für Vertrauen beim Laden
Über den Besuch und den direkten Austausch mit Ministerin Neubaur und dem Landesbetrieb Mess- und Eichwesen NRW (LBME NRW) haben wir uns sehr gefreut. Laden muss transparent, fair und vertrauenswürdig sein – daran arbeiten wir täglich.