Neue Varianten des Ladebordsteins
Gusseiserne und flächenbündige Ausführung erweitern die innovative Ladelösung
Auf der Power2Drive Europe 2026 in München hat Pierburg, Tochterunternehmen von Rheinmetall, zwei neue Varianten des Ladebordsteins vorgestellt: eine Ausführung in Grauguss sowie eine flächenbündige Variante für Logistik- und Flottenparkplätze. Zukünftig werden die beiden Ausführungen die gängige Version aus Beton ergänzen.
Die neuen Varianten im Überblick
Die gusseiserne Ausführung ergänzt die bestehende Betonvariante um eine besonders robuste Option für den Straßenraum, wahlweise auch in Betongrau lackiert. Die bewährte Materialanmutung, wie man sie von Gullydeckeln kennt, gewährleistet eine langlebige, vertraute und zuverlässige Qualität.
Die flächenbündige Variante richtet sich an Logistikstandorte mit Fahrzeugen in täglicher Nutzung: Die überfahrbare Lösung kommt ohne Poller aus und verfügt über ein austauschbares Elektronikmodul für kurze Wartungszeiten.
Beide Varianten integrieren sich in die vorhandene Infrastruktur und vermeiden damit den Platzbedarf und die städtebaulichen Einschränkungen konventioneller Ladesäulen.
Technische Merkmale des Ladebordsteins
Der Ladebordstein bietet eine Ladeleistung von bis zu 22 kW und ist eichrechtskonform. Die Authentifizierung erfolgt wahlweise per RFID, QR-Code oder App. Ein integriertes Kühl- und Heizkonzept sowie die gekapselte Elektronik nach Schutzklasse IP68 gewährleisten einen zuverlässigen Betrieb bei jeder Witterung und zu jeder Jahreszeit. Das austauschbare Elektronikmodul ermöglicht einfache Wartung und schnelle Nachrüstung mit minimalen Ausfallzeiten.
TankE als Entwicklungs- und Pilotpartner
Die TankE GmbH hat die Einführung des Ladebordsteinsystems von Beginn an als Entwicklungs- und Pilotpartner begleitet. Nach erfolgreichen Pilotprojekten in Köln und einer begleitenden Nutzerbefragung wird der Ladebordstein inzwischen serienmäßig eingesetzt. Die neue Grauguss-Variante wurde von TankE bereits im vergangenen Jahr an einem Praxisstandort getestet und evaluiert.
Im März 2026 haben beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit in einer strategischen Partnerschaft formalisiert: Rheinmetall bringt dabei seine Kompetenz als Hersteller der Hardware ein, während TankE als Full-Service-Dienstleister die gesamte Wertschöpfungskette vom Planungsprozess bis zum laufenden Betrieb übernimmt.
Planung, Installation und Betrieb aus einer Hand
Die TankE GmbH bietet den Ladebordstein als vollständige Ladelösung an – von der Standortplanung über die Installation bis zum dauerhaften Betrieb inklusive Abrechnung, Monitoring und technischem Service. Das Angebot richtet sich an Kommunen, Stadtwerke sowie Unternehmen aus Industrie, Gewerbe und Logistik.